Warum Marketing betreiben, wenn das Wartezimmer voll ist?

Warum Marketing betreiben, wenn das Wartezimmer schon voll ist?

Marketing mit Konzept und Verstand

Kennen Sie diese Situation: Sie haben „eh so viele Patienten“ und doch sind Sie mit der wirtschaftlichen Situation Ihrer Arztpraxis nicht zufrieden? Viel zu oft wird den sog. „C-Kunden“ (siehe Punkt 3 weiter unten) mehr Zeit und Aufmerksamkeit als notwendig gewidmet, was aber nicht entsprechend honoriert wird. Wie kann diese Situation vermieden werden? Wie gelingt es Ihnen, lukrativere und mehr Patienten für die Praxis zu gewinnen? Und was hat das ales mit konzeptionellem Marketing für die Arztpraxis zu tun?

Beim Marketing geht es um die konzeptionelle Ausrichtung eines Unternehmens. Dieses Grundprinzip ist auch wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Arztpraxis-Marketings.

Natürlich lässt sich auch ohne Konzept Marketing betreiben, doch das nennt sich deshalb auch konzeptloses Marketing. Deshalb lautet mein Rat: Wer seine Arztpraxis mitgestalten und sich seine Patienten aussuchen möchte, sollte Marketing mit Konzept und Köpfchen betreiben und in dessen Gestaltung genügend Zeit und Ressourcen investieren.

Folgende Fragen helfen Ihnen bei der Konzepterstellung:

  1. Welche medizinischen Leistungen bieten Sie an? Welche würden Sie gerne in Zukunft verstärkt anbieten? Und mit welchen drei von diesen Leistungen machen Sie den Großteil Ihres Umsatzes?
  2. Mit welchen Ärztinnen bzw. Ärzten Ihrer Umgebung werden Sie dabei verglichen?
  3. Welche Spezialisierung zeichnet Sie (Ihre Arztpraxis) aus?
  4. Welche Patienten kommen zu Ihnen und sind das die Patienten, die Sie haben möchten?
  5. Wie treten Sie in der digitalen Welt auf bzw. treten Sie in der digitalen Welt auf? Haben Sie eine responsive Webseite für Ihre Arztpraxis? Sind Sie Inhalte – also Texte, Photos, Design – Ihrer Arztpraxis-Webseite zeitgemäß und modern?

Wenn Sie diese Fragen für sich beantworten können, dann sind Sie schon einmal gut aufgestellt. Tut sich aber bei der einen oder anderen Frage ein Fragezeichen auf, dann rate ich Ihnen, sich mit den folgenden Themenstellungen intensiver zu beschäftigen:

 

1. Ihre Arztpraxis im Mitbewerbervergleich

Nicht nur Ihre eigenen Patienten sind für Sie relevant, sondern auch die Ihrer unmittelbaren Mitbewerber. Machen Sie eine kleine Markt- und Mitbewerberrecherche, vergleichen sie die Leistungen und das Auftreten von ähnlichen Arztpraxen in Ihrer Umgebung. Dazu müssen Sie nicht tagelang recherchieren – ein paar Stunden liefern Ihnen wertvolle Informationen für eine eventuelle Neuausrichtung Ihrer Arztpraxis und einem besseren Arztpraxis-Marketing. Planen Sie eine neue Webseite, so ist diese Recherche ein wesentlicher Erfolgsbaustein für einen verbesserten Online Auftritt Ihrer Arztpraxis

 

2. Positionierung in den Augen der Kunden

Was unterscheidet Sie positiv am Markt – und zwar in den Augen Ihrer Patienten? Im Zuge meiner Beratungstätigkeit fällt es mir immer wieder auf, wie wenig sich Arztpraxen mit der Patientensicht beschäftigen.

Stellen Sie im Rahmen Ihrer Marktrecherche doch auch Ihren Patienten ein paar Fragen:

  • Wie zufrieden sind Sie mit meiner Leistung?
  • Empfehlen Sie uns weiter? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
  • Über welche Medien (Kanäle) möchten Sie mit uns idealerweise in Kontakt bleiben? (z.B. Kontaktaufnahme per E-Mail, Telefon, Soziale Medien etc.)
  • Angenommen, Sie wären an unserer Stelle: was würden Sie verbessern? Welche Leistungen erweitern bzw. verringern (einstellen)?
  • Kennen Sie die Webseite unserer Arztpraxis? Wie gefällt Ihnen unsere Arztpraxis-Webseite?

Diese Außensicht sollte immer wieder mit dem Arztpraxis-Angebot übereinstimmt werden, denn wenn dies aus verschiedenen Gründen nicht mehr zusammen passt, sind am Ende beide Seiten frustriert. Und Sie werden erstaunt sein, welche wertvollen Ideen und Einblicke Ihre Patienten Ihnen für Ihr Arztpraxis-Marketing liefern!

 

3. Zielgruppen

Aus den Zielgruppen lassen sich A-, B- und C-Kunden herausarbeiten. A-Kunden sind jene Patienten, mit denen der Großteil der Umsätze bestritten werden kann, wobei die C-Kunden jene Kundengruppe darstellen, die in Summe einen relativ geringen Umsatz beisteuert. Die B-Kundengruppe liegt in der Mitte. Die A-Kunden sind meist die „Wunschkunden“ und je besser Sie diese definieren und analysieren können, desto eher werden Sie noch erfolgreicher wirtschaften.

 

4. Preispolitik

Vereinfacht kann man sagen, dass der Marktwert den Preis bestimmt. Je höher also Ihr Image und Ihr Markenwert, desto mehr werden Ihre Patienten (idealerweise die A-Patienten) bereit sein, Ihre Produkte und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Denken Sie nach, in welcher Preisliga Ihre Arztpraxis mitspielen möchte – der Marketingplan Ihrer Arztpraxis sollte unter anderem auch darauf ausgerichtet sein.

 

5. Digitaler Auftritt

An einer zeitgemäßen, suchmaschinenfreundlichen Website, die auch am Smartphone und Tablet gut lesbar ist, führt kein Weg vorbei. Die Frage der modernen Arztpraxis ist eher, wie sie mit Sozialen Medien und Bewertungsplattformen am besten umgeht.

Meine Empfehlung lautet: Setzen Sie sich alleine oder mit Experten mit den aktuellen Medien auseinander und entwickeln Sie eine Strategie, mit der Sie dieses Feld auch bearbeiten können. Auch hier sollten Sie sich anfangs mit der Zielfindung und Zielgruppenanalyse im Rahmen des Erstkonzepts beschäftigen und erst darauf aufbauend die Maßnahmen für Ihr Arztpraxis-Marketing starten.

 

Resümee

Konzeptionelles Marketing hilft Ihnen, die richtigen Zielgruppen gezielt anzusprechen und diese zu Neupatienten zu machen.

 


ingrid winkler

Mag. Ingrid Winkler

Marketing-Expertin
Inhaberin der Full-Service Agentur iw marketing
Initiatorin und Gründerin von DOCMARKETING

+43 664 226 27 51
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