Die Website aus steuerlicher Sicht - Ihre Arztpraxis online

Die Website aus steuerlicher Sicht - Ihre Arztpraxis online

Am Internet führt heutzutage kein Weg mehr vorbei. Patientinnen und Patienten, die von Ihnen durch Mundpropaganda erfahren haben, wollen sich online ein Bild von Ihnen und Ihrer Ordination machen. Aus diesem Grund hat Ihre Website eine enorme Bedeutung – sie ist die Präsentationsplattform für Ihre Ordination, die für alle zugänglich und rund um die Uhr „geöffnet“ ist.

 

Aus steuerlicher Sicht ist zu beachten, dass es besondere Regeln für den Steuerabzug der Website-Kosten gibt. 

Eine Website ist zweifelsohne ein teurer Spaß und führt schnell einmal zu einer Belastung im fünfstelligen Euro-Bereich, wenn ein entsprechender Aufwand dahintersteckt. Leider können Sie diesen Betrag nicht im Jahr der Erstellung von der Steuer abziehen, sondern nur verteilt auf drei Jahre. Die Kosten der Website müssen Sie dabei in ein Anlagenverzeichnis aufnehmen.

Zusätzliche Hiobsbotschaft: Da die Website als sogenanntes „immaterielles“ Anlagevermögen gilt, können Sie ihre Anschaffungskosten auch nicht zur Deckung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags berücksichtigen.

 

In Eigenregie

Billiger – wenn auch nicht professionell (!) - wird Ihr Internetauftritt, wenn Sie Ihre Website in Eigenregie erstellen – dann halten sich die Kosten voraussichtlich in Grenzen. Natürlich können Sie bei der Selbsterstellung Ihre eigene Arbeitsleistung und Kreativität nicht „bepreisen“ und als Betriebsausgabe vom Ordinationsgewinn abziehen. Sachaufwendungen bzw. Leistungen Ihrer Ordinationsmitarbeiter, die Sie bei der Erstellung der Website unterstützt haben, sind aber als laufender Aufwand abzugsfähig. 

Ebenso verhält es sich mit der laufenden Wartung der Website. Diese stellt Erhaltungsaufwand dar und ist sofort absetzbar. Wesentliche Verbesserungen oder Erweiterungen Ihrer Website sind wiederum als Herstellungsaufwand zu aktivieren und auf eine Nutzungsdauer von wiederum drei Jahren abzuschreiben.

Die laufenden Kosten, die mit der Internetnutzung zusammenhängen, können Sie natürlich gleich in vollem Umfang steuerlich absetzen.

 

Domain-Adresse nicht abschreibbar

Die Anschaffungskosten für den Erwerb Ihrer Domain-Adresse sind im Regelfall in das Anlagenverzeichnis aufzunehmen und über drei Jahre abzuschreiben. Ausgenommen hiervon sind Domain-Adressen, die zeitlich begrenzt eingesetzt werden, um zum Beispiel eine bestimmte Impfaktion zu bewerben.

 

Ordinationsdesign

Mitunter werden Sie für die Website auch die Gestaltung Ihres Logos und Ihrer Drucksorten überdenken. Auf Neudeutsch nennt man das: die Corporate Identity Ihrer Ordination wird gerelaunched. Die Kosten für diese Umgestaltung sind allesamt sofort als Betriebsausgabe abzugsfähig; es muss weder eine Verteilung noch eine Kürzung aufgrund eines etwaigen Repräsentationscharakters vorgenommen werden.

 


glawatsch susanne

Mag. Susanne Glawatsch

Geschäftsführerin bei MEDplan
Steuerberaterin und Steuerspezialistin
für medizinische Berufe

+43 1 817 53 50-232
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